Unser Laden

Mit dem Wegfall des Lebensmittelgeschäfts geht in kleinen Orten auch ein Stück Lebensqualität verloren. Mit der Gründung eines Dorfladens kann diese Lücke geschlossen werden. Der CDU-Landtagsabgeordnete Gordon Schnieder fragte die Landesregierung, wie sie diese Geschäfte fördert.

Staatssekretär Randolf Stich aus dem Innenministerium antwortete Ende Dezember auf eine Kleine Anfrage des CDU-Landtagsabgeordneten Gordon Schnieder. Er stellte heraus, in vielen Orten sei das Interesse an einem Dorfladen groß. Dies belege die rege Teilnahme an einem Symposium im Dorfladen in Klausen, der bundesweit zum „Dorfladen 2017“ gewählt wurde. 120 Frauen und Männer hätten dort im vergangenen Oktober Informationen und Erfahrungen ausgetauscht. Stich hob hervor, in den vergangenen sechs Jahren habe das vom Land geförderte Projekt „M-Punkt RLP“ 607 Erstberatungen durchgeführt. Daraus seien 84 Machbarkeitsstudien erwachsen, die dann zu 33 Eröffnungen eines Dorfladens führten. Darüber hinaus habe das Land 212 bestehende Dorfläden in den Jahren von 2011 bis 2017 beraten. Für deren Förderung stehen seit 2016 jährlich 250.000 Euro zur Verfügung. Die Nachfrage sei so groß, dass für das Jahr 2018 bereits alle Beratungskapazitäten ausgebucht seien, räumte der Staatssekretär ein.

Gordon Schnieder stellt heraus: „In vielen Orten ist der Dorfladen eine Erfolgsgeschichte. Der Laden ist nicht nur eine Möglichkeit, einzukaufen, sondern auch ein Ort, an dem man sich trifft. Zudem tragen diese Läden zur Förderung regionaler Produkte bei. Jeder an dieser Stelle investierte Euro ist ein Beitrag, um das Leben in einer ländlichen Region zu verbessern.“ Schnieder erwartet von der Landesregierung, dass sie auch zukünftig Vorhaben unterstützt, die dem ländlichen Raum nutzen. Und er hebt hervor, dass dringend weitere finanzielle Mittel frei gemacht werden müssen, um die stark nachgefragten Beratungen auch weiterhin zeitnah zu gewährleisten.