Farbe und Lack

Handwerk hat goldenen Boden: Patrick Schnieder (MdB), Thomas und Tina Grötz, Gordon Schnieder (MdL), Lucas Grötz (v. l. n. r.).
Handwerk hat goldenen Boden

Die CDU-Politiker Patrick und Gordon Schnieder besuchten den Malerfachbetrieb Grötz und sprachen über Gegenwart und Zukunftsperspektiven des Handwerks.

Vor fast 90 Jahren gründete Josef Grötz in Katzwinkel einen Malerbetrieb. Aus kleinen Anfängen entwickelte sich das Familienunternehmen in drei Generationen zu einem Malerfachbetrieb und Fachmarkt mit zusammen 23 Mitarbeitern. Zurzeit bildet Thomas Grötz in der Betriebsstätte in Ulmen vier junge Menschen aus. Drei von ihnen lernen das Handwerk des Malers und Lackierers und es ist auch möglich, dort zur Einzelhandelskauffrau oder zum Einzelhandelskaufmann ausgebildet zu werden.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder und sein Bruder, der CDU-Landtagsabgeordnete Gordon Schnieder, besuchten den Betrieb von Thomas Grötz, um sich vor Ort zu informieren. Im Mittelpunkt standen Fragen der Nachwuchsgewinnung für Handwerksbetriebe und die Zukunftschancen, die im Handwerk liegen. Thomas Grötz beschrieb, dass es seit einigen Jahren schwierig ist, Nachwuchs zu finden. Im Dialog mit den beiden Politikern beklagte er die falsche Weichenstellung der Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz. Bereits in der Grundschule werde häufig ein sehr einseitiges Bild der Berufswelt gezeichnet. Beim Übergang in die weiterführende Schule würden sich dann immer mehr Kinder für das Gymnasium entscheiden. Er stimmte mit den beiden Politikern überein, dass es im Bereich der Bildung nicht den einen, in jedem Fall richtigen Weg gibt. In der Gegenwart werde die schulische Ausbildung zu sehr auf das Abitur ausgerichtet. Grötz unterstrich: „In wenigen Jahren wird jeder sehen, dass Handwerk nach wie vor goldenen Boden hat.“ Diese Einschätzung teilten die beiden Politiker. Gordon Schnieder stellte heraus: „Aus der ersten PISA-Studie, in der Deutschland sehr schlecht abgeschnitten hatte, wurden in vielen Bundesländern die falschen Schlüsse gezogen. Man setzte auf eine drastische Erhöhung der Abiturienten und verlor die Ausbildung im Handwerk aus den Augen. Wir brauchen aber sowohl die akademische als auch die handwerkliche Ausbildung. Nur dann kann jeder junge Mensch den Beruf erlernen, der am besten zu ihm passt.“ Patrick Schnieder unterstrich: Wer den Satz, unser Kind soll es später mal besser haben, ernst nimmt, wird erkennen, dass viele Menschen in einem Handwerksberuf weitaus glücklicher werden als mit Abitur und Studium. Viele Menschen möchten sehen, was sie mit ihrer Hände Arbeit schaffen.“